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Vom Jargon zur Sprache

Wege der ostjiddischen Sprachwissenschaft vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart


Steffen Krogh


Seiten 1 - 30



Zusammenfassung: In der vorliegenden Studie wird die Geschichte der ostjiddischen Sprachwissenschaft vom Ende des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart untersucht. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei der Erforschung der Bereiche Phonik (einschließlich Orthografie), Flexion und Syntax. Die Studie erläutert Hintergründe, Motive und Ergebnisse der Begründer der ostjiddischen Sprachwissenschaft, umreißt die Umstände, die den Wiederaufbau der Disziplin in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg bestimmten, und identifiziert bestehende Forschungslücken. In einem Ausblick wird dafür plädiert, in der sprachwissenschaftlich ausgerichteten Jiddistik dem modernen charedischen Jiddisch größeres Interesse zuteilwerden zu lassen, da auf die Dauer nur noch unter den Charedim eine lebende jiddische Sprachgemeinschaft Bestand haben wird.

Abstract: This article examines the history of Eastern Yiddish linguistics from the end of the 19th century until the present day with a special focus on the fields of phonology (including spelling), inflectional morphology, and syntax. It provides insights into the backgrounds, motives, and achievements of the founding fathers of Eastern Yiddish linguistics, outlines the circumstances that determined the reestablishment of the discipline in the aftermath of World War II, and pinpoints current research gaps. The article ends with a plea for the relevance of studying modern Haredi Yiddish, since, in the future, it will only be in the sphere of the Haredim that a living Yiddish language community will continue to exist.

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